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Einstmals hat es bei Niedersachswerfen eine Schenke gegeben, die lag am Wolfleber Weg, direkt am Fuße des Mühlberges, dort wo heute ein Teich ist.

Von Nordhausen führt ein Weg in nordwestliche Richtung nach Ellrich. Auf dem Weg dorthin kommt man an einem großen Felsmassiv vorüber, das Kohnstein genannt wird. Früher einmal soll dort der Teufel eine Schatzkammer gehabt haben. Man sagt, wer Satan seine Seele verschrieben hatte oder verschreiben wollte, hatte keine Mühe die Tür zur Schatzkammer zu öffnen.

War man in den Kohnstein eingetreten, gelangte man zuerst in eine erste große Kammer, in deren Mitte ein gewaltiger Tisch stand. Darauf lag das Seelenbuch, gesichert durch eine schwere, eiserne Kette und in dem waren viele Namen von Nordhäusern und anderen Südharzer Einwohnern verzeichnet. Zu jener Zeit lebte in Nordhausen auch ein Tischler namens Himstedt. Der hatte mehr Schulden, als Haare auf dem Kopf und seine Gläubiger waren ihm ständig auf den Fersen. Einige davon waren so unbarmherzig, dass sie Himstedt schon Haus und Werkstatt pfänden wollten, um an ihr Geld zu kommen.

Eines Tages war der Tischler auf dem Weg zu einem Kunden nach Ellrich, da begegnete er am Kohnstein dem Teufel. Der fragte Tischler Himstedt, warum er denn mit hängendem Kopf durch die Landschaft schlich. Da erzählte ihm Himstedt von seiner Not und wie ihm seine Gläubiger ständig im Nacken saßen. Der Satan grinste und meinte, dass diese, seine Probleme doch schnell aus der Welt zu schaffen wären.

Himstedt müsse nur mit ihm in den Kohnstein gehen und sich dort ins Seelenbuch eintragen. Schon wäre er alle Sorgen los und sofort nach dem Kontrakt bekäme er Geld in Hülle und Fülle. Und wie der Teufel es so will, da standen sie auch schon am Kohnstein vor der Schatzkammertür. Satan öffnete diese und führte den Tischler hinein, dann schlug er das Seelenbuch auf und forderte Himstedt auf, sich einzutragen. Der schaute in das Buch, merkte sich einige Namen und erbat sich dann vom Teufel einen Tag Bedenkzeit. Wohl oder übel musste der Teufel einwilligen und verabredete sich mit dem Tischler für den nächsten Mittag.

Der pfiffige Himstedt aber hatte in dem Seelenbuch die Namen einiger seiner Hauptgläubiger gelesen und baute darauf nun einen Plan auf. In Nordhausen zurück, besuchte er sofort seine Gläubiger und sagte: „Ich kann euch jetzt das Geld geben, das ich euch schulde. Da ihr euch aber dem Teufel verschrieben habt, könnt ihr es euch ja auch gleich von ihm selbst geben lassen!“ Da schwiegen alle Gläubiger still und baten leise, doch niemanden zu verraten, dass sie ihre Seele dem Teufel verschrieben hätten. Sie erließen ihm die Schuld und gaben ihm noch reichlich Geld obendrauf. Der schlaue Tischler hatte sie auch nie verraten und auch der Teufel wartete vergeblich auf ihn und sah ihn nie wieder.  


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 4
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 4Unser vierter Band schließt nahtlos an die Sagen, Mythen und Legenden der drei vorherigen Bände an. Es ist schon erstaunlich, wie viele dieser literarischen Relikte die Zeit überdauert haben. Das zeugt davon, wie wichtig es den Menschen in alter Zeit war, diese „Geschichten“ für ihre Nachwelt zu erhalten. Heute, in unserem Informationszeitalter, ist es eher unüblich noch Geschichten zu erzählen oder vorzulesen. Daher sind viele der alten Überlieferungen auch weitgehend in Vergessenheit geraten. In diesem und den noch folgenden Bänden werden wir sie wieder zum Leben erwecken – natürlich wie gewohnt, mit wunderschönen Zeichnungen von Lisa Berg. Übrigens, zahlreiche dieser Harzer Sagen, Mythen und Legenden waren auch Inspiration für einige bekannte Volksmärchenautoren wie die Brüder Grimm, Ludwig Bechstein, Ernst Moritz Arndt und Hans Christian Andersen.
Gebundene Ausgabe: 29,99 €
144 Seiten mit 56 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
144 Seiten mit 56 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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