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In einem Kloster bei Ilfeld lebten die Mönche vor sehr langer Zeit nach sehr strengen Regeln und Geboten. Sie führten ein Dasein, abseits aller weltlichen Einflüsse und bei Strafe war es ihnen untersagt, ihren Blick außerhalb der Klostermauern zu richten. Ihr Dasein sollte ausschließlich der geistigen Andacht und der leiblichen Entsagung gewidmet sein.

Grafik von Lisa BergAber wie das so ist im wahren Leben, einer der Mönche namens Gregor, sah durch das schmale Fenster seines Gemaches ein Mädchen mit einer Gänseherde vorbei ziehen. Dem äußeren Anschein nach, lebte das Mädchen in sehr armen Verhältnissen: Aber von ihrem langen, leuchtenden, blonden Haar ging ein faszinierender Liebreiz aus. Das Hirtenmädchen war Vollwaise und fristete ihr bescheidenes Leben indem sie für andere Leute deren Gänse, für schmale Kost und geringen Lohn, hütete. Der Mönch beobachtete sie fortan jeden Tag und er sah, wie sie in ihrem dünnen Kittel an rauen und kalten Tagen bitterlich fror. Gänseliesel wurde das Mädchen im Dorf genannt und ihr erschien ihr Schicksal unabänderlich.  

Aber der Mönch Gregor hatte das Herz am rechten Fleck, ihm tat das arme Mädchen unendlich leid. Tag und Nacht sann er darüber nach, wie er dem Mädchen helfen könnte. Das Kloster zu verlassen war im streng verboten, trotzdem wagte er es eines Tages, schlich hinaus und folge dem Gänseliesel auf ihrem Weg. Im Wald, wo er sich unbeobachtet fühlte, sprach er sie an und sagte ihr, dass er ihr helfen wolle. Das Mädchen war glücklich, endlich hatte sie einen der sich um sie kümmerte und ihr wohlgesonnen war. Von da an trafen sich Liesel und Gregor jeden Tag an einem geheimen Platz. Nur zu gern hätten sich beide als Mann und Frau miteinander verbunden, dass aber durfte nicht sein.

Den Menschen blieb ihr Zusammensein verborgen, aber ein böser Waldgeist entdeckte die beiden. Hinter den Klostermauern hatte der keine Gewalt über den Mönch, aber außerhalb war der ihm schutzlos ausgeliefert. Eines Tages winkte Gregor seiner Liesel schon von einem Berg am Rand des Ilfelder Tales zu, da verwandelte ihn der böse Waldgeist urplötzlich in einen mächtigen Felsen. Dann verzauberte er auch das Gänseliesel zu Stein. Noch heute stehen sich die beiden als Felsblock gegenüber, der eine in Form eines Gänseschnabels, der andere als Mönch.


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 4
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 4Unser vierter Band schließt nahtlos an die Sagen, Mythen und Legenden der drei vorherigen Bände an. Es ist schon erstaunlich, wie viele dieser literarischen Relikte die Zeit überdauert haben. Das zeugt davon, wie wichtig es den Menschen in alter Zeit war, diese „Geschichten“ für ihre Nachwelt zu erhalten. Heute, in unserem Informationszeitalter, ist es eher unüblich noch Geschichten zu erzählen oder vorzulesen. Daher sind viele der alten Überlieferungen auch weitgehend in Vergessenheit geraten. In diesem und den noch folgenden Bänden werden wir sie wieder zum Leben erwecken – natürlich wie gewohnt, mit wunderschönen Zeichnungen von Lisa Berg. Übrigens, zahlreiche dieser Harzer Sagen, Mythen und Legenden waren auch Inspiration für einige bekannte Volksmärchenautoren wie die Brüder Grimm, Ludwig Bechstein, Ernst Moritz Arndt und Hans Christian Andersen.
Gebundene Ausgabe: 29,99 €
144 Seiten mit 56 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
144 Seiten mit 56 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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