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An der Straße zum Herzberger Schloss, da wo sich der Weg gabelt, gibt es einen mächtigen Felsstein, der im Volksmund „Freudenstein“ genannt wird. Auch die Straße dorthin heißt noch heute „Am Freudenstein“ und das kam so:

Grafik von Lisa BergDas Schloss Herzberg mit seinen umliegenden Dörfern gehörte vor langer Zeit einem Grafen mit sieben Söhnen. Als Vater liebte er alle Söhne gleich. Als Graf aber musste er, als sein Ende nahte eine Entscheidung fällen, denn sein Besitz war zu klein um ihn siebenmal zu teilen. Das brachte den alten Grafen in große Not, wusste er doch nicht wem er sein Erbe geben sollte. Auch wollte er keinen seiner Söhne benachteiligen.

Da kam ihm die Idee, das Los entscheiden zu lassen. Nur einer von den Sieben dürfe nach dem Entscheid heiraten und das sollte der Erbe und künftige Graf sein. Die Brüder, die sich auch gegenseitig liebten, waren mit dieser Regelung einverstanden.

Da tat der alte Graf sieben Kugeln in einen alten Helm, wovon eine aus purem Gold war. Wer diese zog, sollte heiraten und Graf werden. Nacheinander traten alle Söhne heran und wählten eine der Kugeln. Georg aber, der jüngste der sieben Brüder zog die goldene Glückskugel.

Georg ließ den Vater und alle Brüder stehen und stürmte davon. Er rannte aus dem Schloss, den Berg hinab bis an den Stein. Dort erwartete ihn schon sehnsüchtig seine heimliche Verlobte, die Prinzessin Eleonore von Hessen. Bald darauf heirateten die beiden und bekamen 8 wohlgeratene Kinder.

Die wahre Geschichte des Freudensteins:

An dieser Stelle überbrachte Herzog Georg von Calenberg im Jahre 1617 seiner heimlichen Verlobten, Prinzessin Anna Eleonore von Hessen-Darmstadt, die hier am Stein auf ihn wartete, die freudige Botschaft, dass durch Losentscheid erwählt wurde, die Linie des Welfenhauses fortzuführen. Sie heirateten und residierten von 1617 bis 1636 auf Schloss Herzberg, wo ihre 8 Kinder geboren wurden. Zur Erinnerung an ihre große Freude heißt der Stein seither Freudenstein.

Der Stein steht heute in mitten einer Rabatte und er wurde mit der Inschrift „Freudenstein“ verziert. Auch heute noch gilt der Mythos, dass der Freudenstein jungen Paaren Glück bringt, wenn sie ihn aufsuchen und gemeinsam berühren.   


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 4
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 4Unser vierter Band schließt nahtlos an die Sagen, Mythen und Legenden der drei vorherigen Bände an. Es ist schon erstaunlich, wie viele dieser literarischen Relikte die Zeit überdauert haben. Das zeugt davon, wie wichtig es den Menschen in alter Zeit war, diese „Geschichten“ für ihre Nachwelt zu erhalten. Heute, in unserem Informationszeitalter, ist es eher unüblich noch Geschichten zu erzählen oder vorzulesen. Daher sind viele der alten Überlieferungen auch weitgehend in Vergessenheit geraten. In diesem und den noch folgenden Bänden werden wir sie wieder zum Leben erwecken – natürlich wie gewohnt, mit wunderschönen Zeichnungen von Lisa Berg. Übrigens, zahlreiche dieser Harzer Sagen, Mythen und Legenden waren auch Inspiration für einige bekannte Volksmärchenautoren wie die Brüder Grimm, Ludwig Bechstein, Ernst Moritz Arndt und Hans Christian Andersen.
Gebundene Ausgabe: 29,99 €
144 Seiten mit 56 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
144 Seiten mit 56 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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