Sagen Startseite

SUCHMASCHINE

Landschaftssagen
Flehmüllers Eiche
Die Bremerhöhe bei Clausthal
Die Daneilshöhle im Huy
Der Güldene Mann
Der Ilsestein
Der Sargberg
Die Zwerge vom Bodetal
Die Einhornhöhle
Der Eremit und die Steinkirche
Der Freudenstein am Schloss Herzberg
Die Sage vom Gänseschnabel und dem Mönch
Die Gespenster von
der Lohmühle Ellrich
Die Goldquelle im Limbachtal
Der Hallerspring bei Aderstedt
Hans der Kühne
Der Heilige Teich bei Gernrode
Die Heimkehle und ihre Zwerge
Der Herzberger Teich
Der Hexenbrunnen
Die Hinkelsteine von Benzingerode
Die Johannisquelle bei Quedlinburg
Der Jües und der Ochsenpfuhl bei Herzberg
Der Kinderbrunnen zu Goslar
Das Königreich im Wippertal
Der Mädchenrathausplatz
Der Einsiedler in der Kelle
Der Mönch im Bodetal
Die Rabenklippen
Die Sage vom Regenstein
Die Sage von der Rehbergklippe
Die Sage vom Reißaus
Die Rhumequelle
Die Sage vom Ritter Ramm
Der Schatz in den Siebenspringen
Die Schatzsucher des Weingartenlochs
Die Scherstor-Klippen
Der Seebrunnen bei
Groß Quenstedt
Die Solequelle im Düsteren Tal
Der Tanzteich bei Niedersachswerfen
Der Taterborn
Das Teufelsbad
Das Teufelsbuch vom Kohnstein
Die Teufelsmauer
Die Teufelsmühle
Über das Weingartenloch
Der verfluchte Förster vom Ramberg
Das Weingartenloch bei Sachsa
Der Wilddieb vom Roten Schuss
Die Wolfsklippen
 

Harzer Ortssagen
Geschichtssagen
Bergmannssagen
Volksglaube
Neu! Venediger-Sagen
 

Harz - Urlaub
Flora und Fauna
Ausflugsziele
Highlights
Kultur
 
Impressum

Titel

Einst lebte auf der Burg Askanien bei Aschersleben eine Grafenfamilie, die hatte sieben Kinder. Da war freilich immer fröhliches Treiben und Leben in dem alt-ehrwürdigen Gemäuer. Sechs gesunde Kinder durchtobten die Hallen und Gemächer der väterlichen Burg.

Grafik von Lisa BergNur eins tobte nicht mit, das siebente Kind des Grafenpaares, es war behindert und hatte starken Ausschlag. Aber der kleine Grafensohn war ein sehr liebes und geduldiges Kind und so war er der Liebling seiner Eltern und Geschwister und auch der, sämtlicher Dienstleute.

Der Graf hatte im weiten Umkreis bekannt gegeben, dass der Meister der Heilkunde, der die Leiden seines Sohnes lindert oder heilt, großzügig belohnt werden sollte. Aber alle Heiler, von nah und fern, vermochten dem Kleinen nicht zu helfen, im Gegenteil, es schien als nähmen seine Leiden zu.

Als ob die Eltern es vorher gewusst hätten, dass ihr jüngster Sohn besonders lieb sei, hatten sie ihn Johannes getauft.
Die Zeit verging, die Grafenkinder wurden groß und verließen nacheinander die Burg. Die Töchter wurden vermählt, die Söhne erprobten ihre Kraft in Fehde und Turnier. Johannes sah diesem Treiben neidlos zu, aber erst jetzt, als  Erwachsener, war er sich seines Leidens so recht bewusst.

Die Eltern starben und der älteste Sohn wurde Burgherr und Graf auf Askanien. Und er vermählte sich mit einer Edlen aus der Nähe von Quedlinburg. Und auch sie mochte Johannes und erzählte ihm von einer Heilquelle bei Quedlinburg. Graf Johannes setzte all seine Hoffnungen auf dieses Heilwasser und reiste nach Quedlinburg.

Die Quelle gehörte aber zum Eigentum des Herrn von Donfuß, der dort sein Hofgut hatte. Graf Johannes bat den Edlen von Donfuß, ihm die Quelle nebst einem Stück Land zu verkaufen. Der Freiherr willigte ein und Graf Johannes ließ sich neben der Quelle ein Haus mit Bad bauen.

Mit jedem Bade und mit jedem Schluck besserte sich das Leiden des Kranken. Das gab große Freude, als die Geschwister erfuhren, dass ihr geliebter Bruder Johannes wieder genesen war.

Alle Geschwister überraschten Johannes am selben Tag mit einem Besuch. Sie wollten Johannes wieder mit zur Burg Askanien nehmen. Der jedoch hatte die Stätte seiner Genesung so lieb gewonnen, dass er in Quedlinburg blieb. Die Geschwister wollten dem Bruder aber noch ein Abschiedsgeschenk machen und so pflanzten sie sechs Linden um die Quelle, damit diese den Bruder an sie erinnere.

Alt und lebensmüde starb der Graf nach vielen Jahren. Da hatte er aber bereits ein ehrwürdiges Andenken an sein Leben gestiftet. Ein Hospital für 150 arme, alte Leute hatte er erbaut. Dazu hatte er dem Hospital reichlich Land geschenkt, damit es ihm an nichts mangele. Die Linden gibt es nicht mehr und auch das Hospital wurde aufgegeben. Aber noch heute erinnert der Johanneshain, die Johannesquelle und die Johanneskapelle an den edlen Askanier.
Die Johanneskapelle wurde Pilgerort und ist es bis heute. 


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 2Mythen, Sagen und Legenden prägen den Harz wie kaum etwas anderes, wir begegnen ihnen auf Schritt und Tritt. Sie berichten von geschichtlichen Ereignissen oder einfach nur vom Leben der Menschen. Sie entstanden zu Zeiten, wo Schreiben und Lesen Adel und Kirche vorbehalten waren. Darum wurden sie mündlich überliefert, von Generation zu Generation.

Wir haben sie gesammelt, ihnen ein modernes Kleid geschneidert und sie farbig illustriert. Um sie zu erhalten und weiter zu überliefern, denn leider sind Erzählstunden nicht mehr all zu modern. Vielleicht gefallen ihnen ja unsere Harzer „Geschichten“ aus alter Zeit und sie erzählen sie ihren Kindern und Enkeln weiter?

Gebundene Ausgabe: 29,90 €
144 Seiten mit 42 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
144 Seiten mit 42 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
 
   

Copyright by Sternal Media