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In grauer Vorzeit lebte in der Wildnis zwischen Andreasberg und dem Rehberger Graben ein gefürchteter Jäger. Hart und rau war er, wie der Felsen, auf dem seine Wohnung stand. Das blutige Waidwerk war sein Leben und täglich jagte er mit seinem Tross durch den Wald. Das Kläffen der Hunde und der Ruf der Hörner schallte über Berge und Täler. Oft wurde der Jäger von einem frommen Einsiedler ermahnt, mit seinem ohrenbetäubenden Lärm wenigstens nicht die friedliche Stille des Sonntags zu stören. Aber solcherart Worte erreichten das Ohr des wilden Jägermannes nicht.

Es war an einem schönen Oktobertage, die Sonne verschwand soeben hinter den Bergeskuppen, das Wild verließ seine sicheren Verstecke und suchte im Schutz er hereinbrechenden Dunkelheit nach würzigen Kräutern. Da ertönte plötzlich wieder das weithin bekannte Getöse in der Ferne. Die friedlich äsenden Tiere flohen verängstigt wieder in Dickicht zurück. Mit jeder Minute näherte und mehrte sich der Lärm. Ein bildschönes, schneeweißes Reh flog mit der Geschwindigkeit des Windes über Berg und Tal, verfolgt vom Jäger, seinen Treibern und den blutrünstigen Hunden. Die Berge hallten wieder vom wilden Hallaloh der Reiter, vom Knallen der Peitschen, vom Schall der Hörner und dem Klirren der Waffen. Das weiße Reh verließen langsam die letzten Kräfte, zu Tode gehetzt stand es nun atemlos an einem Abgrund, der noch heute nach ihm die Rehberger Klippen genannt wird. Zitternd, und erschreckt vor dem tiefen schwarzen Abgrund der sich vor ihm auftat, aber noch weitaus verängstigter vor dem was hinter ihm nahte, wagte das edle Tier in Todesangst den Sprung in die schaurige Tiefe.

Plötzlich entstand ein seltsames, ein unheimliches Leuchten, und das todesmutige Reh wurde von unsichtbaren Händen sicher in das Tal hinab geleitet. Die Jäger aber, mit ihren blutgierigen Hunden und ihren schnellen, stolzen Rossen, wurden mit magischer Kraft von der Untiefe angezogen – getrieben dem weißen Reh nachzufolgen. Von der Schluchtenhöhe stürzte der ganze Jagdtross in die Tiefe hinab. Unsichtbare Gewalten schoben riesige Granitblöcke hinter ihnen her und begruben die zerschmetterten Leichname von Mensch und Tier für ewige Zeiten.


 

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 5
Bernd Sternal (Autor), verschiedene Illustratoren

Dieser Band ist in Vorbereitung!

 
 
 
   

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