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Heinrich III. Herzog von Sachsen, aus dem Hause der Welfen, war eine der schillerndsten, geschichtlichen Persönlichkeiten der Harzregion. Der stolze Sachsenherzog lag Zeit seines Lebens im Streit mit seinen Königen, zuerst mit Konrad III., dann mit Friedrich I. Barbarossa.

Grafik von Lisa BergUm sich mit seinem Kaiser Barbarossa zu versöhnen und den über ihn verhängten Bann zu lösen, zog der Herzog zur Buße ins Heilige Land. Seine Frau Mathilde ließ er in Sachsen zurück. Lange dauerte diese Reise, bei der er viele Gefahren zu überstehen hatte und in zahlreiche Kämpfe verwickelt war.

Im Orient kämpfte er auch gegen einen Pascha, dem er aber an Kampfkraft überlegen war. Als der fremde Herrscher seine Aussichtslosigkeit erkannte, bat er Heinrich um sein Leben. Großzügig kam der Herzog der Bitte nach und bekam für die gewährte Gnade einen Löwen geschenkt. Das gewaltige Raubtier war Heinrich sehr zugetan, stand ihm treu zur Seite und folgte ihm überall hin.

Eines Tages stand dem Herzog plötzlich der Teufel gegenüber und sprach: „Eile, dass du heimkommst, sieben Jahre sind um, deine Frau Mathilde muss morgen einen anderen Mann heiraten!“ Dann bot der Gehörnte Heinrich an, ihn in jener Nacht auf seinem Rücken nach Braunschweig zu tragen.

Für diesen Dienst verlangte er Heinrichs Seele. Heinrich weigerte sich zunächst, denn er wollte auf keinen Fall ohne seinen geliebten Löwen zurück in die Heimat. Dann einigte man sich aber so, dass der Teufel zuerst Heinrich nach Hause brachte und anschließend den Löwen nachholte.
 
Grafik von Lisa BergFalls der Böse dann Heinrich schlafend in Braunschweig vorfinden sollte, so sollte ihm dessen Seele gehören. Gesagt, getan! Fast wäre es aber um die Seele des Herzogs geschehen gewesen, denn der war durch die anstrengende Reise so müde, dass er seine Augen nicht offen halten konnte.

Aber da rettete ihn sein Löwe, denn vor lauter Wiedersehensfreude brüllte der Löwe auf dem Rücken des Teufels schon von weitem und weckte so seinen Herrn rechtzeitig. So konnte auch die angesetzte Hochzeit unterbunden werden und Mathilde freute sich sehr über die Rückkehr ihres Gatten.   

Weil der Herzog so an seinem Löwen hing und der ihn überall hin begleitete, erhielt Heinrich den Beinamen der Löwe. Als der Herzog starb, setzte man ihn im Dom zu Braunschweig bei.

Den Löwen aber wollte man dazu nicht in den Dom lassen. Da hat das treue Tier seine gewaltigen Krallen tief in die steinernen Kirchenpfosten gehauen, um zu seinem Herrn zu gelangen. Nicht lange danach starb dann auch der Löwe. Um ihm ein Andenken zu bewahren, hat man ihn in Bronze gegossen und überall im Braunschweiger Land aufgestellt. 


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 4
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 4Unser vierter Band schließt nahtlos an die Sagen, Mythen und Legenden der drei vorherigen Bände an. Es ist schon erstaunlich, wie viele dieser literarischen Relikte die Zeit überdauert haben. Das zeugt davon, wie wichtig es den Menschen in alter Zeit war, diese „Geschichten“ für ihre Nachwelt zu erhalten. Heute, in unserem Informationszeitalter, ist es eher unüblich noch Geschichten zu erzählen oder vorzulesen. Daher sind viele der alten Überlieferungen auch weitgehend in Vergessenheit geraten. In diesem und den noch folgenden Bänden werden wir sie wieder zum Leben erwecken – natürlich wie gewohnt, mit wunderschönen Zeichnungen von Lisa Berg. Übrigens, zahlreiche dieser Harzer Sagen, Mythen und Legenden waren auch Inspiration für einige bekannte Volksmärchenautoren wie die Brüder Grimm, Ludwig Bechstein, Ernst Moritz Arndt und Hans Christian Andersen.
Gebundene Ausgabe: 29,99 €
144 Seiten mit 56 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
144 Seiten mit 56 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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