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Der Halberstädter Bischof Alberti war gestorben. Und die Halberstädter Domherren wollten keinen Bischof niederen Standes wieder. Man wünschte sich den Grafen Ernst von Hohnstein als neuen Bischof, der Propst in Fritzlar war. So wurde er dann auch vom Domkapitell gewählt und vom Papst bestätigt.

Aber Bischof Ernst hatte wenige Eigenschaften, die einen Kirchenmann auszeichneten. Er war streitsüchtig, kriegerisch und kein guter Herr. Besonders mit Herzog Friedrich von Braunschweig lag er ständig im Streit. Vor allem die armen Leute hatten unter den ständigen Raubzügen und Brandschatzungen zu leiden und waren oft in arger Not.

Die Domherren forderten, dass sich der Bischof auf seinen kirchlichen Eid besinnen möge, aber er trieb es immer ärger. Daraufhin stattete der Dompropst mitsamt Ritterschaft dem Bischof einen Besuch ab um ihn aufzufordern, das Amt niederzulegen, bevor er das Stift vollends ruiniert habe. Doch der Bischof sprach: „Das machst du nur, weil du selbst Bischof sein willst. Warte nur, ich will es dir heimzahlen.“ Aber er konnte den Dompropst nicht aus der Stadt bekommen.

Da sann er wie üblich nach Gewalt. Er ergriff den Dompropst mit seinen Rittern mitten in einer Prozession, lies ihn auf ein Pferd binden und ritt mit ihm aus dem Harslebener Tor nach Gröningen. Dort steckte er ihn in einen dunklen Keller und band ihm ein langes, starkes Seil um den Hals. Dann lies er umliegende Bauern holen, um ihm zu helfen, ein Fass Bier aus dem Keller zu ziehen. Die zogen in dem guten Glauben an dem Seil, dass am anderen Ende ein Fass Bier hing. Und sie zogen so kräftig, dass sie dem Dompropst den Kopf abrissen.

Grafik von Lisa Berg

Bischof Ernst kam daraufhin in den Kirchenbann, blieb aber ohne Zustimmung von Papst und Kirche Bischof. Und er hatte alle umliegenden Pfaffen fortan zum Feind, die beteten von ihm bald befreit zu werden. Ihre Gebete wurden erhört. Nach nicht langer Zeit starb der Bischof an einer Seuche. Man wollte seinen Tod nicht glauben, erst als man ihn tot im Sarge liegen sah, hatte man Gewissheit. Da war die Freude groß!

Aber man konnte ihn nicht begraben, weil er im Bann gestorben war. So wurde er in einen bleiernen Sarg gelegt, an dem vier Ketten befestigt wurden. Der Sarg wurde an den Ketten in das Gewölbe der Kirche zu Wegeleben gehängt, wo er sieben Jahre hängen blieb.

gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 1
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 1Mythen, Sagen und Legenden prägen den Harz wie kaum etwas anderes, wir begegnen ihnen auf Schritt und Tritt. Sie berichten von geschichtlichen Ereignissen oder einfach nur vom Leben der Menschen. Sie entstanden zu Zeiten, wo Schreiben und Lesen Adel und Kirche vorbehalten waren. Darum wurden sie mündlich überliefert, von Generation zu Generation.

Wir haben sie gesammelt, ihnen ein modernes Kleid geschneidert und sie farbig illustriert. Um sie zu erhalten und weiter zu überliefern, denn leider sind Erzählstunden nicht mehr all zu modern. Vielleicht gefallen ihnen ja unsere Harzer „Geschichten“ aus alter Zeit und sie erzählen sie ihren Kindern und Enkeln weiter?

Gebundene Ausgabe: 29,90 €
148 Seiten mit 59 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
148 Seiten mit 59 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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