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Man sagt, Markgraf Heinrich der Erlauchte von Meißen war im ganzen Heiligen Römischen Reich deutscher Nation der reichste Mann an Geld und Gut. Aber dennoch war er einsam und in seiner Seele arm, denn vergeblich bemühte er sich um die Zuneigung und Liebe einer edlen jungen Dame. Deren Liebe hatte er schon in sieben Liedern voller Poesie besungen. Der Minnesang lag ihm von Kindesbeinen an im Blut, denn als Knabe hatte er bei seinem Großvater Hermann den großen Sängerkrieg auf der Wartburg miterleben können.

Grafik von Lisa BergUm endlich von seiner Herzallerliebsten erhört zu werden und sie für sich zu gewinnen, veranstaltete er ein herrliches Ritterturnier. Dieses fand im Sommer des Jahres 1263 auf dem Mädchenflecken vor dem Bielentor zu Nordhausen statt.
Der Markgraf ließ prächtige Zelte errichten, ließ Bäume und Blumen anpflanzen, schaffte beste Speisen und Getränke heran und lud die Besten des Reiches zum ritterlichen Zweikampf ein.

In einem Gärtchen auf dem Festplatz hatte er einen Baum mit silbernen Blättern und goldenen Äpfeln aufstellen lassen. Dann begann das Turnier. Die edlen Herren in ihren glänzenden Rüstungen kämpften paarweise gegeneinander.

Sie stürmten auf ihren gestriegelten Rössern aufeinander los, und wer seine Lanze an seinem Widerpart zerprellt hatte, erhielt ein Silberblatt vom Baum. Wer aber seinen Gegner sogar aus dem Sattel werfen konnte, gewann einen der goldenen Äpfel. Nach den Kämpfen hielten die edlen und vornehmen Damen und Jungfrauen im Freien einen züchtigen Tanz ab.

Das große Fest währte schon volle acht Tage, doch Heinrich hatte noch immer nicht das Herz seiner Auserwählten erobern können. Da sang er in der letzten Nacht unter ihrem Fenster sein schönstes Minnelied.

In den höchsten Tönen lobte er ihren Liebreiz und ihre Tugenden. Und er verkündete ihr, dass er durch die Bergwerke in Freiberg und Scharfenstein mit Reichtum gesegnet sei. Ganze Türme voller Gold und Silber nenne er sein eigen, so sang er ihr. Das ganze Königreich Böhmen könne er kaufen, sofern es denn zu verkaufen wäre, tat er kund.

Aber die Schöne erhörte ihn nicht. Sein Gesang und sein Flehen verhallten. All sein Reichtum und seine Macht konnten ihm da nicht helfen. Armselig blieb er allein in seiner Liebessehnsucht. 


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 4
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 4Unser vierter Band schließt nahtlos an die Sagen, Mythen und Legenden der drei vorherigen Bände an. Es ist schon erstaunlich, wie viele dieser literarischen Relikte die Zeit überdauert haben. Das zeugt davon, wie wichtig es den Menschen in alter Zeit war, diese „Geschichten“ für ihre Nachwelt zu erhalten. Heute, in unserem Informationszeitalter, ist es eher unüblich noch Geschichten zu erzählen oder vorzulesen. Daher sind viele der alten Überlieferungen auch weitgehend in Vergessenheit geraten. In diesem und den noch folgenden Bänden werden wir sie wieder zum Leben erwecken – natürlich wie gewohnt, mit wunderschönen Zeichnungen von Lisa Berg. Übrigens, zahlreiche dieser Harzer Sagen, Mythen und Legenden waren auch Inspiration für einige bekannte Volksmärchenautoren wie die Brüder Grimm, Ludwig Bechstein, Ernst Moritz Arndt und Hans Christian Andersen.
Gebundene Ausgabe: 29,99 €
144 Seiten mit 56 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
144 Seiten mit 56 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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