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König Heinrich I. war ein Liebhaber der Jagd. Wo es seine Zeit erlaubte und sich eine erfolgversprechende Möglichkeit bot, frönte er dieser Leidenschaft. Besonders aber liebte er die weiten, urwüchsigen Wälder des Harzes mit seinen reichen Wildbeständen. Vor allem wenn er seine Pfalz Werla an der Oker besuchte, zog es ihn in die Harzwälder.

Einstmals im Herbst war er wieder auf Werla und brach von dort zu einer Jagd in seinen geliebten Harz auf. Plötzlich spürte er einen mächtigen, wilden Keiler auf und verlor bei dessen Verfolgung den Kontakt zu seinen Begleitern. Nur ein getreuer Jäger vermochte dem König zu folgen. Endlich gelang es Heinrich das gewaltige Wildschein zu erlegen. Zum Zeichen seines Jagderfolges ließ er von seinem Jäger das Halali blasen.

Grafik von Lisa BergDas Horn gab gleichzeitig auch das Signal zur Rast, denn der Ort, an dem der König das Untier erlegt hatte dünkte ihm als gut dazu. Es war ein freier Platz am Fuße des Gebirges, der in unmittelbarer Nähe des Flüsschens Gose lag, das sich durch ein Tal vom Gebirge ins Vorland schlängelte. Bald hatten sich alle Jagdgenossen um ihren König versammelt und die Knechte schafften das erlegte Wild herbei. Es folgte ein fröhliches und ausgiebiges Mahl, bei dem der König seinen Blick mit Wohlgefallen über die schöne Landschaft schweifen ließ.

Er betrachtete die hoch aufsteigenden Berge, die von dichten Wäldern bedecket waren, den weiten Blick in die Harzer Vorlande und die grüne, fruchtbare Wiese mit ihrem silberklaren Fluss.

Beeindruckt und gutgelaunt erhob er den Becher und rief: „An diesem schönen Platz will ich mir eine Burg bauen!“. Da fragte einer seiner Ritter: „Mein König, soll das ein verbindliches Wort sein?“ und der König erwiderte: „Ja, ein Königswort!“.

Schon wenige Tage später begann am rauschenden Goseflüsschen emsige Bautätigkeit und nicht lange darauf erstreckte eine königliche Jagdpfalz ihre Türme und Zinnen gen Himmel. Im Umfeld der Burg siedelten sich die Bediensteten des Königs an und viele andere Leute kamen hinzu, um im Schutze der Burg zu leben. Als dann die Ungarn ins Reich einfielen ließ König Heinrich den Ort durch Wälle, Gräben und dicke Mauern sichern und befestigen. Es war die Geburtsstunde einer neuen Stadt, die Goslar genannt wurde, was soviel wie „Lager an der Gose“ heißt. 


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 3
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 3Unser dritter Band „Sagen, Mythen und Legenden“ unternimmt, wie seine Vorgänger, eine literarische Reise quer durch die Harzregion. Auch diesmal wird wieder von den Menschen der Region, von geschichtlichen Ereignissen, von der vielschichtigen Landschaft und von unerklärlichen Ereignissen und Begegnungen erzählt. Wir möchten bei der Lektüre Ihre Phantasie noch mehr anregen, denn die ist bei Sagen ein unentbehrliches Instrument. Daher hat die Illustratorin, nach Möglichkeit, die jeweiligen Handlungsorte, seien es Gebäude, Felsformationen o.a. in den Illustrationen noch intensiver bildlich dargestellt. Lassen Sie sich erneut entführen in eine alte, längst vergangene Zeit und freuen Sie sich schon auf den nächsten Band.
Gebundene Ausgabe: 29,90 €
148 Seiten mit 47 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
148 Seiten mit 47 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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