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Titel

In Leimbach bei Nordhausen befand sich im 12. Jahrhundert auf dem Frauenberg ein großer Ritterhof. Dort lebte, der für seinen ausschweifenden Lebenswandel bekannte Reichsvogt Ruprecht.

Eines Nachts träumte der Ritter, aus dem Fenster seines Schlafgemaches flögen graue Tauben aus und ein. Die stiegen hoch in den Himmel empor, stürzten sich wieder herab, bis sie mit einem Mal in der Ferne seinen Blicken entschwanden.

Als Ritter Ruprecht am Morgen erwachte, hatte er noch seinen nächtlichen Traum im Kopf. Dieser wollte auch nicht verblassen und machte ihn derart befangen, dass er seinen Beichtvater nach der Bedeutung seines Traumes fragte. Der Burggeistliche bezog einige andere studierte Herren mit ein, die zu einem einheitlichen Urteil kamen: Ruprecht müsse an Ort und Stelle ein Jungfrauenkloster stiften.

Der Reichsvogt überlegte nicht lange und folgte gewissenhaft seiner Traumdeutung. Er gründete ein Kloster des grauen Ordens der Zisterzienser „Unserer lieben Frauen“. Zeugnis von dieser Begebenheit legt die Frauenbergkirche ab, die noch heute an ihrem Platze steht.


 

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 5
Bernd Sternal (Autor), verschiedene Illustratoren

Dieser Band ist in Vorbereitung!

 
 
 
   

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