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Einst lebte ein Bergmann namens Hey in St. Andreasberg. Der hatte viel Unglück: die einzige Kuh war ihm eingegangen, fünf Hühner waren erstickt, weil sie irgendwelches falsches Futter gefressen hatten und das Schwarzwild hatte seinen Rüben- und Kartoffelacker verwüstet. Unter diesen Bedingungen kam ein harter Winter auf ihn zu, denn die Vorräte waren knapp bemessen. So wusste der arme Bergmann vor lauter Sorge nicht ein noch aus – wie sollte er bloß seine Familie über den Winter bekommen?

Eines Morgens verabschiedete er sich wieder von seiner Frau, um zum Bergwerk zu gehen. Beim Abschied sagte er missmutig: „Ach Anna, der gute Bergmönch hat schon so vielen geholfen, wenn er mir doch auch einmal begegnen würde.“ Doch seine Frau wollte von Geistern nichts wissen, von bösen nicht und auch nicht von guten. Sie vertrat die Meinung, dass die Not schon wieder vergehen würde, wenn sie beide gesund bleiben würden und nur tüchtig schaffen könnten.

Als der Bergmann am Schacht angekommen war und einfahren wollte, stand plötzlich der Bergmönch vor ihm. Er ließ sich vom Bergmann die Grubenlampe geben und füllte sie mit Öl aus seinem Horn. Hey wollte den Bergmönch etwas fragen, der aber hielt ihm den Finger auf den Mund und gebot ihm einzufahren.
Als die Schicht zu Ende war und der Bergmann wieder ausfuhr stand der Bergmönch erneut vor ihm, legte ihm wieder den Finger auf den Mund und gab ihm einen großen Steinbrocken, der wohl mehrere Pfund schwer war. Dann bedeutete er dem Bergmann nach Hause zu gehen und für immer über das Vorgefallene zu schweigen.

Wie ihm geheißen, ging Hey nach Hause. Dort angekommen betrachtete er sich den geschenkten Steinbrocken. Er konnte seinen Augen kaum trauen, der Stein war pures Gold. Nun hatte alle Not ein Ende! Die Familie baute sich ein schönes Haus, in dem sie fortan glücklich und zufrieden lebte. Nie hat er seiner Frau erzählt, dass ihm der Bergmönch geholfen hatte. Sie hatte immer geglaubt, er habe den Goldklumpen im Berg gefunden. Hätte der Bergmann seiner Frau damals auch wirklich erzählt wie er zu dem Gold gekommen war, dann wäre er im selben Moment zu Stein geworden.


 

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 5
Bernd Sternal (Autor), verschiedene Illustratoren

Dieser Band ist in Vorbereitung!

 
 
 
   

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