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Im unwegsamsten Dickicht im Oberharz lebte einst in einer Höhle ein vollkommen verwilderter Mann. Er hauste dort oben fast nackt, nur seine Männlichkeit hatte er mit Tannenzweigen, Borke und Hexenkraut bedeckt. Er hatte auch eine Frau an seiner Seite, die auch nur ihre Weiblichkeit mit Mitteln der Natur abdeckte.

Grafik von Maria KruschEines schönen Tages war Ritter Claus, der Clausthal gegründet hatte und den Bergbau dort oben begründet hatte, in jenem Dickicht unterwegs, um nach Erzlagern zu suchen. Dabei entdeckte er die Beiden in ihrem merkwürdigen Aufzug. Der wilde Mann hatte eine aus dem Boden gerissene Tanne in der Hand und einen erschlagenen Bären auf den Schultern. Sein Weib schleppte ein getötetes Wildschwein mit sich. Der Ritter folgte ihnen neugierig bis in ihre Höhle. Da entdeckte die wilde Frau Ritter Claus und floh vor Angst und Scheu aus der Höhle in den dichten Wald. Sie kehrte nicht zurück ward nie wieder gesehen. Der wilde Mann blieb mit einem kleinen Kind zurück, das ebenfalls in Buschwerk gewickelt war. Da sprach ihn Ritter Claus an und war ihm fortan ein Helfer in allen Lebenslagen.

Dort, wo sich der wilde Mann besonders gern aufgehalten hatte, fand man reiche Silberadern. Das lockte viele Bergleute an und so entwickelte sich die Bergstadt Wildemann. Das Rathaus steht heute an der Stelle, wo sich früher die Höhle befand.

Der wilde Mann aber fand eine neue Frau, mit der er noch viele Kinder bekam. Man sagt, von ihm stammen viele Leute in der Bergstadt ab, die nach ihm auch Wildemann genannt wurde, und auch weit über Wildemann hinaus, in dem ganzen Harz, soll es Leute geben, die von ihm abstammen.


gezeichnet von Maria Krusch

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 5
Bernd Sternal (Autor), verschiedene Illustratoren

Dieser Band ist in Vorbereitung!

 
 
 
   

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