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Der mächtige Berggeist Rübezahl hatte seine Heimat im Riesengebirge. Einmal, vor langer Zeit, machte er sich auf in den Harz, wohl um seinesgleichen einen Besuch abzustatten. Dabei ereigneten sich einige Begebenheiten, wovon die Folgende überliefert ist.

Während seines Harzaufenthaltes, soll er in steter Folge in Goslar gewesen sein. In Gestalt eines Mönchs, soll er jeden Samstag mit den Leuten geredet haben. Und er soll seine eigenen Erzgruben gehabt haben und eigene Bergleute, die ihm gutes und reiches Erz gewannen. Dies geschah an einem BGrafik von Lisa Bergerg, der Rammelsberg genannt wird und dessen Erzlager unter Kaiser Otto I. entdeckt wurden.

Und der Berggeist war großzügig mit seinen Bergleuten, denn jeden Samstag zahlte er ihnen einen Lohn der höher war, als der anderer Knappen in anderen Gruben. Das ärgerte natürlich diese Bergleute und sie trieben viel Spott und böse Streiche mit den Kollegen von Rübezahl. Das missfiel dem Berggeist aber sehr und er nahm sich der fremden Knappen an und sprach: „Lasst ihr meine Leute nicht in Ruhe, so will ich mich dermaßen an euch rächen, dass ihr es für immer bereuen werdet“. Sie wollten aber nicht aufhören, verhöhnten den Berggeist und fuhren mit ihren Späßen und ihrem Spott fort.

Da geschah folgendes: Einem alten Brauch gemäß, klopft der Hutmann, den wir heute als Aufseher bezeichnen würden, oben auf den Schacht, damit die Knappen unten wissen, wenn sie ausfahren müssen. Nun gab Rübezahl seinen Bergleuten vor der üblichen Zeit das Signal. Die waren überrascht von der zeitigen Ausfahrt und so kam es, dass ein Knappe mit dem Fuß stecken blieb. Rübezahl rief ihm zu sich zu beeilen, weil er gleich den Berg einstürzen lassen werde.

Drinnen im Berg waren aber noch die anderen dreihundertfünfzig Bergleute bei der Arbeit. Da stürzte der Berg ein und alle Knappen die Rübezahls Männer immer geplagt hatten wurden grausam vom Berg erschlagen. Das Blut der Erschlagenen soll zum Schacht hinaus gequollen sein und die Schreie der Sterbenden sollen so grausam gewesen sein, dass von diesem Tag an niemand mehr in dem Bergwerk arbeiten wollte.
Von Rübezahls Leuten aber, kann bis auf den Einen keiner zu Schaden. Dem armen Knappen wurde der Fuß abgeschlagen. Bis heute gilt unter den Bergleuten das Sprichwort, wenn sie einen Knappen sehen, der hinkt oder nur einen Fuß hat: „Das ist Rübezahls Arbeiter gewesen!“. 


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 2Mythen, Sagen und Legenden prägen den Harz wie kaum etwas anderes, wir begegnen ihnen auf Schritt und Tritt. Sie berichten von geschichtlichen Ereignissen oder einfach nur vom Leben der Menschen. Sie entstanden zu Zeiten, wo Schreiben und Lesen Adel und Kirche vorbehalten waren. Darum wurden sie mündlich überliefert, von Generation zu Generation.

Wir haben sie gesammelt, ihnen ein modernes Kleid geschneidert und sie farbig illustriert. Um sie zu erhalten und weiter zu überliefern, denn leider sind Erzählstunden nicht mehr all zu modern. Vielleicht gefallen ihnen ja unsere Harzer „Geschichten“ aus alter Zeit und sie erzählen sie ihren Kindern und Enkeln weiter?

Gebundene Ausgabe: 29,90 €
144 Seiten mit 42 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
144 Seiten mit 42 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
 
   

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