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Wenn im Harz der Winter Kehraus hält und der Frühling ins Land zieht, ist Ostern nicht weit. In jenem Jahr war es noch rau und kalt und die Menschen im Bodetal mussten die Öfen in ihren Hütten noch kräftig heizen. Aber die Vorfreude auf das Osterfest war schon groß und das junge Volk aus Altenbrak und Treseburg schleppte schon kräftig Holz hinauf zur Schönburg. Die war zwar nur noch eine Ruine, aber die Stätte diente jährlich als Standort für das Osterfeuer. In jenem Jahr sollte es besonders stattlich werden, so groß wie man es noch nie hatte.

Das Jungvolk war also emsig dabei Holz auf die Schönburg zu schaffen. Zwei junge Leute trugen gerade ein riesiges Astbündel den Berg hinauf und waren dabei guter Dinge, als plötzlich, wie aus dem Boden gewachsen, eine riesige Frauengestalt vor ihnen stand. „Hütet euch, eure Arbeit fortzusetzen!“ rief sie mir schauerlicher Stimme. „Seid ihr nicht Christen? Was habt ihr da, zu unserem Fest, hier oben auf der Schönburg zu tun?“.

So urplötzlich wie sie erschienen war, verschwand sie auch wieder. Die beiden Burschen sahen sich an, dann sagte der eine: „Ach, was geht uns das lange Gespenst an, lass uns weiter schaffen!“.

Als sie oben angekommen, den anderen von ihrer Begegnung erzählten, lachten diese nur und machten allerhand Scherze über das mächtige Geistweib. Und die Arbeit ging ihnen besser von der Hand als zuvor.
Der Tag des Osterfeuers kam und der Haufen war größer als je zuvor. Das mächtige Feuer brannte und Alt und Jung erfreuten sich daran. Dann begann der traditionelle Feuertanz, die Alten traten zurück um für die Jugend Platz zu machen. Burschen und Mädels jubelten und umtanzten den brennenden Holzhaufen. Doch wie seltsam! Die Anzahl des singenden und tanzenden Jungvolks wurde immer größer. Es tanzten auch Fremde mit, die keine Dorfleute waren! Und es wurden immer mehr und ihre Tanzweise war unheimlich und mystisch. Die Alten begannen zu schreien und ergriffen die Flucht. Und die tanzenden Kinder? – entsetzt sahen sie die langen Bärte, die großglotzigen Augen und missgestalteten Köpfe ihrer unbekannten Tanzgefährten. Es waren Zwerge und die, nun entdeckt, versuchten die Dorfkinder zu fangen. Eine wilde Jagd, den Berg hinab, begann. Es ging über Stock und Stein, Schreie und Wehrufe erfüllten die Luft. Alle flohen den Berg hinab, auch die Musikanten und Gaukler, verfolgt von den Zwergen, gepeinigt mit Steinwürfen und Rutenschlägen.

Die Harzgeister wollten endlich die Schönburg für sich allein haben und vertrieben die irdischen Gäste auf ihre Weise. Das dies auf so schauerliche Art geschah, sollte bezwecken, dass die Menschen nie wieder auf ihren „Festplatz“ kommen. Die Altenbraker und die Treseburger hatten die Botschaft verstanden und errichteten von diesem Tag an ihre Feuer auf anderen Höhen. Und sie wurden nie wieder von den Harzgeistern gestört – und umgekehrt. 


 

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 3
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 3Unser dritter Band „Sagen, Mythen und Legenden“ unternimmt, wie seine Vorgänger, eine literarische Reise quer durch die Harzregion. Auch diesmal wird wieder von den Menschen der Region, von geschichtlichen Ereignissen, von der vielschichtigen Landschaft und von unerklärlichen Ereignissen und Begegnungen erzählt. Wir möchten bei der Lektüre Ihre Phantasie noch mehr anregen, denn die ist bei Sagen ein unentbehrliches Instrument. Daher hat die Illustratorin, nach Möglichkeit, die jeweiligen Handlungsorte, seien es Gebäude, Felsformationen o.a. in den Illustrationen noch intensiver bildlich dargestellt. Lassen Sie sich erneut entführen in eine alte, längst vergangene Zeit und freuen Sie sich schon auf den nächsten Band.
Gebundene Ausgabe: 29,90 €
148 Seiten mit 47 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
148 Seiten mit 47 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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