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Titel

Ein Regensteiner Graf war einmal in große Geldschwierigkeiten und ließ sich von einem Wohlhabenden Landmann aushelfen. Grafik von Lisa BergAls der aber auf die Burg kam, um sein beträchtliches Darlehen zurück zu fordern, wurde er mit Hohn und Spott abgewiesen.

Einige Zeit später kehrte der Graf von einem seiner häufigen Raubzüge nicht zurück und allerlei sonderbarer Gerüchte machten die Runde.

Nun hoffte der betrogene Landmann von den Erben doch noch die Schuld beglichen zu bekommen. Aber die behandelten ihn noch viel schlechter und jagten ihn von der Burg. Unverrichteter Dinge musste er von dannen ziehen! Wie er nun so betrübt den Berg hinab schritt, vernahm er plötzlich ein lautes Geräusch – so als wenn Flammen knisterten. Er schaute sich um, bemerkte eine Spalte im Berg, aus der starker Rauch herausquoll.

Neugierig näherte er sich der höhlenähnlichen Bergöffnung und schaute hinein. Er blickte in einen tiefen Schlund, aus dem ihm Pech- und Schwefelflammen entgegenschlagen. Mitten drin in dem Feuer sah er eine menschliche Gestalt, an der die Flammen emporlodern, ohne sie allerdings zu verbrennen. Die Gestalt jammerte, stöhnte und schrie und versuchte den Flammen zu entrinnen, sank aber immer wieder ins Flammenmeer zurück.

Anfangs konnte der Landmann vor Angst und Entsetzen keinen klaren Gedanken fassen, dann aber erkannte er in der Gestalt des Wehklagenden seinen Schuldner, den Grafen von Regenstein. Und auch der erkannte den Landmann und rief ihm mit schmerzverzerrter Stimme zu: „Oh sieh, wie ich hier für meine Schuld und meine Missetaten leiden muss! Habe Erbarmen mit meinen Höllenqualen und erlöse mich aus dem Flammenmeer! Nimm meinen Siegelring und gehe nochmals zurück auf die Burg und zeige meinen Nachkommen diesen Ring zur Bekräftigung der Wahrheit. Sie werden dann sicher bereit sein dir die Schuld samt Zinsen zu bezahlen und ich bin erlöst.“

Grafik von Lisa BergDer Landmann nahm den Ring und kehrte auf die Burg zurück, wo man ihn sogleich wieder davon jagen wollte. Da zeigte er den Nachkommen den Siegelring, erzählte ihnen von den Höllenqualen ihres verstorbenen Vorfahren und drohte ihnen die gleiche Strafe an, wenn sie die Schuld nicht begleichen würden. Seine Schilderungen wirkten, er erhielt sofort sein Geld samt Zins und Zinseszins zurück und konnte den goldenen Ring als Geschenk behalten.

Als der Landmann den Rückweg antrat und wieder an der Bergspalte anlangte, war diese zwar noch da, von Feuer und Flammen war aber keine Spur mehr zu sehen.  


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 4
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 4Unser vierter Band schließt nahtlos an die Sagen, Mythen und Legenden der drei vorherigen Bände an. Es ist schon erstaunlich, wie viele dieser literarischen Relikte die Zeit überdauert haben. Das zeugt davon, wie wichtig es den Menschen in alter Zeit war, diese „Geschichten“ für ihre Nachwelt zu erhalten. Heute, in unserem Informationszeitalter, ist es eher unüblich noch Geschichten zu erzählen oder vorzulesen. Daher sind viele der alten Überlieferungen auch weitgehend in Vergessenheit geraten. In diesem und den noch folgenden Bänden werden wir sie wieder zum Leben erwecken – natürlich wie gewohnt, mit wunderschönen Zeichnungen von Lisa Berg. Übrigens, zahlreiche dieser Harzer Sagen, Mythen und Legenden waren auch Inspiration für einige bekannte Volksmärchenautoren wie die Brüder Grimm, Ludwig Bechstein, Ernst Moritz Arndt und Hans Christian Andersen.
Gebundene Ausgabe: 29,99 €
144 Seiten mit 56 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
144 Seiten mit 56 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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