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Früher einmal war Schierke ein Ort, zu dem ganz selten Fremde kamen. Zu mühsam war der Aufstieg zu diesem kleinen Dorf am Fuße des Brockens.

Grafik von Lisa BergEines Tages hatte ein Schierker den ganzen Tag seine Wiesen gemäht. Da kamen gegen Abend plötzlich zwei fremde Männer und fragten nach dem Weg zum Mönchsloch. Sie versprachen dem Schierker reichen Lohn, wenn er sie dorthin führen würde. Der Mann willigte ein und brachte die Fremden, die sich als Venediger ausgegeben hatten, zum Mönchsloch, dass immer voller Wasserstand. Dort angekommen, holte einer der Fremden ein Buch aus seinem Ranzen und begann daraus vorzulesen. Wie er sagte wollte er einen Erdgeist herbeirufen. Dieser erschien alsbald und zeigte den zwei Fremden, wo sich das Erz im Berg befand.

Dann fragten die Fremden den Schierker, ob sie bei ihm die Nacht verbringen könnten und der stimmte zu. Also beherbergte er die beiden Venediger in seiner Hütte. Am nächsten Morgen gab ihm einer der beiden fremden Männer einen Zettel, auf dem nur drei Worte standen: Alles in allem! Dann wurde ihm von den Fremden gesagt, er solle diesen Zettel in eine Ecke der Hütte legen und ihn dort vier Wochen belassen. Danach sollte er ihn in die nächste Hüttenecke legen und so fort, bis der Zettel in allen vier Ecken vier Wochen lag. Die zwei Fremden versprachen dem Schierker großen Reichtum, wenn dieser ihre Anweisungen befolgen würde. Dann würde er die Erzgänge und auch das Gold in der Erde finden.

Der Schierker legte den Zettel zwar in die erste Ecke seiner Hütte, dann aber vergas er ihn. Und bald war der Zettel auch verschwunden. So kam es, dass in Schierke nie Gold und andere wertvollen Erze gefunden wurden.


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 5
Bernd Sternal (Autor), verschiedene Illustratoren

Dieser Band ist in Vorbereitung!

 
 
 
   

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