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Titel

Im 16. Jahrhundert verlor die kaiserlich freie Reichsstadt Goslar immer mehr an Macht und Einfluss. Und so wollte Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel die fatale Situation der Stadt für sich ausnutzen und den schönen wildreichen Forst und die erzreichen Gruben im Rammelsberg an sich reißen.
Da die Stadt sich aber nicht freiwillig von ihrem Eigentum trennen wollte, so versuchte der Herzog es gewaltsam und überzog die Stadt mit Krieg. Er besetzte alle Heerstraßen rings um Goslar und schnitt jede Aus- und Einfuhr ab, so dass bald große Hungersnot und Elend bei den Belagerten entstanden. In Goslar wusste man weder Rat, noch sich zu helfen.

Grafik von Lisa BergVom Kaiser war keine Hilfe zu erhoffen, da der zornig auf die Stadt war, weil sie als eine der ersten im Reich der Reformation die Tore geöffnet hatte. Allein aber fühlte man sich dem mächtigen Nachbarfürsten gegenüber zu schwach und so entschloss sich der Rat, den Herzog um Frieden zu bitten. Heinrich von Wolfenbüttel aber war unnachgiebig. Er beanspruchte den vollen Besitz der Bergwerke und des gesamten städtischen Forstes. Und somit konnten die Ratsherren keine milderen Bedingungen aushandeln.

In Ihrer Not schickten sie drei hübsche junge Bergmannsfrauen zu ihm. Die sollten ihn bitten, der Stadt doch wenigstens so viel Wald zu lassen, wie sie für ihren dringendsten Bedarf nötig hätte. Der Herzog mochte ihnen diese Bitte nicht abschlagen. Er sprach: "Die Stadt soll einen Ochsen neun Monate lang mästen. Nach eben diesen neun Monaten soll der Ochse den Wald umschreiten und so viel Wald er in einem Tage umschreiten könne, so viel Wald solle der Stadt gehören.

Da suchten die Goslarer den kräftigsten Ochsen aus den sie hatten und fütterten ihn neun Monate lang. Alsdann schritten sie mit ihm durch das Okertal, dann im Gebirge hinauf bis zum Auerhahn, wo dieser zu Hause war. Unterhalb von Hahnenklee geriet man auf einen abschüssigen Weg, auf welchem das ermüdete Tier stolperte und ins tiefe Granetal hinabstürzte.

Die Stelle heißt noch heute der Ochsenweg. Auf diese Weise wurde der Fluss Grane die Grenze des Goslarschen Forstes.


gezeichnet von Lisa Berg

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 1
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor + Zeichnungen)
Sagen, Mythen und Legenden - Band 1Mythen, Sagen und Legenden prägen den Harz wie kaum etwas anderes, wir begegnen ihnen auf Schritt und Tritt. Sie berichten von geschichtlichen Ereignissen oder einfach nur vom Leben der Menschen. Sie entstanden zu Zeiten, wo Schreiben und Lesen Adel und Kirche vorbehalten waren. Darum wurden sie mündlich überliefert, von Generation zu Generation.

Wir haben sie gesammelt, ihnen ein modernes Kleid geschneidert und sie farbig illustriert. Um sie zu erhalten und weiter zu überliefern, denn leider sind Erzählstunden nicht mehr all zu modern. Vielleicht gefallen ihnen ja unsere Harzer „Geschichten“ aus alter Zeit und sie erzählen sie ihren Kindern und Enkeln weiter?

Gebundene Ausgabe: 29,90 €
148 Seiten mit 59 farbigen Illustrationen

Taschenbuch: 14,99 €
148 Seiten mit 59 schwarz-weiß Illustrationen

 
 
   

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